Yogaschule Rolf Heim vormals Yesudian Haich

Sekretariat: Schöneggstr. 15, 9404 Rorschacherberg

Telefon/ Fax: 071 855 38 52; E-Mail: rolfheim@yogaschulen.ch

Yesudian - Yoga in der Tradition von Selvarajan Yesudian und Elisabeth Haich

 

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Diverse Anlässe

Nebst unserer normalen Yoga- und Seminartätigkeit wird uns auch immer wieder das Mitwirken in befreundeten Yogaschulen, an Kongressen, Weiterbildungsveranstaltungen oder Yogalehrer-Ausbildungsstätten ermöglicht, um  dort Yesudian-Yoga zu vermitteln.

Zum Christi Himmelfahrts Yogaseminar durften wir Jeanette Leikauf aus Zirndorf mit den lieben Yogafreunden des Yoga Center - Amma in Ponte Tresa Willkommen heissen und mit Ihnen in der ehemaligen Villa Yesudian/Haich ein wunderschönes Yogaseminar durchführen und ein paar erholsame Tage in der schönen Tessinerlandschaft erleben. (Zum Bericht)

Am Freitag, 9. Oktober 2009 waren wir zu Gast bei einer der bedeutendsten Yogaschulen Deutschlands, bei Lisbeth und Karl Höss in Herrenberg. Wir freuten uns ganz besonders, dass uns unsere lieben Freunde zur Vermittlung von Yesudian-Yoga und Yesudians Philosophie eingeladen hatten.

Am Samstag, 10. Oktober 2009 waren wir bereits zum zweiten Mal bei unseren lieben Freunden des Yoga Studio Heide Seeger in Pfullingen, Deutschland zu Gast und freuten uns auf das Wiedersehen mit den Yogafreunden aus dieser Region.

 

Am Sonntag, 11. Oktober 2009, 09.30 - 17.00 Uhr, Ökumenisches Zentrum in der Kalbsiedlung, Thomas Mannstr. 8, weilten wir in  Fürth und führten dort ein Tagesseminar über Yesudian-Yoga zusammen mit dem Yoga Center - Amma, Zirndorf durch.

Ablauf: Yoga nach Yesudian - Haich, Fragestunde, ayurvedisches Mittagessen, Video "Yoga im Wald" mit Selvarajan Yesudian, Referat "Yesudian - Leben und Werk", Referat "Ursachen von Leiden im menschlichen Leben" Susy Heim, Pranayama und Asanas.

Für den 7. und 8. November hatte uns Reto Zbinden von der Yoga University Villeret, CH, angefragt, ob wir an seiner Ausbildungsstätte für Yogalehrer über Yesudian-Yoga referieren könnten. Natürlich haben wir gerne zugesagt und freuten uns auf ein Wiedersehen an diesem besonderen Ort.

Yogaschule Lisbeth und Karl Höss

Yoga Studio Heide Seeger

Yoga Center - Amma
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  Der Weg zur Selbstfindung

aus Paradiesgarten und Selbstfindung von Güst Untersee

Vor langer Zeit, an einem fernen Ort machte sich ein Mann auf den Weg, um sich von einem Weisen über Gott und die Welt belehren zu lassen. Dieser lebte in einem Zustand innerer geistiger Einheit. Für ihn waren Gott und die Welt nicht getrennt, in seinem Bewusstsein war alles eins - eine Einheit.  

Viele ratsuchende Menschen kamen zu ihm, da sie fühlten, dass er in Harmonie mit sich selbst und der ganzen Natur lebte. Für die Alltagsmenschen war dieser Weise ein Rätsel, denn er sah die Dinge ganz anders, als sie es konnten in ihrer weltlichen Sicht, und doch fühlten sie sich von dieser für sie so merkwürdigen Einstellung magisch angezogen. 

So auch dieser junge Mann, der sich aufmachte, des Meisters Schüler zu werden. Der Gelehrte verstand es in anschaulicher Bildersprache zu erzählen und im ersten Diskurs erklärte er seinem jungen Gefolgsmann: «Im Geiste ist alles eins, so wie sich der Himmel und das Meer am Horizont im Dunst der unendlichen Weite verwischen und keine Trennung mehr sichtbar ist.» Der Schüler war jung, intelligent und hatte einen messer­scharfen Verstand, so entgegnete er: «Vielleicht löst sich der ferne Dunst schon bald auf und Himmel und Meer sind wieder klar sichtbar getrennt. Wo bleibt da die Einheit?» Der Weise geriet nicht aus der Fassung, sondern lächelte feinsinnig und verständnisvoll, sprach zu seinem Schüler: «Mein Sohn, so nimm in deine linke Hand einen Klumpen Lehm und in deine rechte Hand ein Goldstück und medi­tiere: «Lehm ist Gold und Gold ist Lehm.» 

Dieser tat so wie der Meister es ihm aufgetragen. 

Der Schüler mit seinem klaren Verstand dachte anfangs bei sich: «Es gibt wohl keinen grösseren Unterschied in der Welt als Lehm und Gold! Mit Gold kann ich alles kaufen, aber mit Lehm? Gold wiegt schwerer als Lehm, auch darin liegt ein Unterschied. Lehm kann ich mit blosser Hand kneten, er verändert dauernd seine Gestalt, aber Gold bleibt unveränderlich. Wie kann das Veränderliche und das Unveränderliche eins sein?» Mit der Zeit lernte er immer mehr über die Eigenschaften dieser Gegensätze. Er fühlte, dass Lehm und Gold polare Kräfte sind, aber doch zusammengehören, so wie zwei Seiten einer Münze. Der Meister hätte mir auch sagen können: «Sonne ist Mond» oder «Mann ist Frau und Frau ist Mann», aber stimmt das wirklich? 

Ja, damals... dämmerte es in ihm, es hatte eine Zeit gegeben, in der er sehr glücklich war, hatte er doch mit seiner Frau jene Ekstase der Liebe erlebt, in welcher die Gegensätze aufgehoben waren, er hatte eine wunderbare Einheit erlebt, aber wo war diese geblieben? Zerbrochen in zwei Teile, vom Zahn der Zeit zermahlen. Ein Zwiespalt war in seiner Seele geblieben und um diesen zu überwinden, nahm er damals den mühsamen Weg zum Meister auf sich. Er fragte sich, ob ein dauerhaftes Glück überhaupt möglich sei in einer Welt, in der Wechsel, Wandel und Veränderung unumstössliche Naturgesetze sind. Er begann nach Glück und einer Einheit zu suchen, welche bleibt. Geduldig und unerschütterlich übte er weiter, so vergingen Tage und Wochen. 

«Lehm ist Gold und Gold ist Lehm...» Inzwischen war es ihm gelungen, von der äusseren Gestalt von Lehm und Gold zum innersten Wesen vorzudringen und diese Kräfte zu erleben, ja diese Kräfte zu sein. Was ist ein Stück pures Gold gegen die reine Erkenntnis vom echten Ursprung allen Daseins? Er fühlte deutlich, dass im Erdenlehm die Kraft der Natur, die Energie der Frau wohnt und im Gegenpol, im innersten Wesen des Goldes, eine mächtige Geistesenergie, die Lebenskraft der Sonne. Dem Zahn der Zeit trotzend, nie rostend, so erstrahlt Gold über Jahrmillionen in seinem sonnenhaften edlen Glanz, so wie die Sonne selbst, welche über unbegrenzte Lebenskraft verfügt. Mit jedem Tag spürte er stärker einen wohltuenden Energiestrom von seiner rechten Hand durch seinen ganzen Körper zu seiner Linken fliessen. In seinem Inneren war eine Lichtenergie wie in einer Lampe, in der Plus und Minus zusammenschmolzen. So fand er endlich jene glückliche Einheit, die er überall gesucht hatte, in sich selber. 

Der Zwiespalt in seiner Seele war überwunden und er wurde ein Weiser wie sein Meister.

Güst Untersee

 

Der Weg zur Selbstfindung

Text und Illustration entstanden

in besonderen Sternstunden und gehören zum Besten,

was ich je geschaffen habe. Gedanklich tiefgründig wie das Meer

und weit wie des Himmels Blau.

Wer sich in Text und Bildwelt hinein fühlt und hinein lebt,

dessen Geist wird auf wunderbare Weise

kreativ beflügelt.

 

Lieber Leser,

" Lehm ist Gold und Gold ist Lehm " -

damit ist die Fusion der Gegensätze gemeint, oder die mystische Hochzeit, es ist das innere Erleben der Einheit, das Erleben der Ganzheit und es ist dies natürlich nicht anwendbar für die äussere Welt,

da herrschen die Gesetze der Unterscheidung,

denn kein Mensch könnte am Bankschalter einen Klumpen Lehm

gegen einen Goldbarren eintauschen

oder einfordern...

Güst Untersee

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